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Amalgamfreie Füllungen

Amalgam ist eine Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen, wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink, und wird in der Zahnmedizin in großem Umfang als Zahnfüllungsmaterial eingesetzt.

amalgam

Für die einen gilt Amalgam als unverzichtbares Material, um defekte Zähne zu füllen. Für andere ist es Gift, dessen Einsatz untersagt werden sollte. Eine Entscheidung darüber steht 2013 an.
In Zahnarztpraxen müssen die Reste von Amalgamfüllungen durch sogenannte "Amalgamabscheider" als Sondermüll entsorgt werden.

 

"Sondermüll" im Mund. Muß das sein?

Quecksilber ist hochgiftig, Amalgam besteht zu 50% daraus. Dennoch wurde diese Legierung seit Jahrhunderten von Zahnärzten eingesetzt, um löchrige Zähne damit zu füllen.

Amalgamabscheider in Zahnarztpraxen

In Deutschland müssen Zahnarztpraxen ihre Abwässer über einen Amalgamabscheider reinigen. Schwermetall-belastete Abwässer führen zu erhöhtem Aufwand in Klärwerken. So unterliegen Zahnarztpraxen wie andere Schwermetall verarbeitende Betriebe besonderen Gewässerschutzauflagen.

Die in der Praxis gesammelten Abfälle aus den Amalgamabscheidern, Amalgamreste und extrahierte Zähne mit Amalgamfüllungen müssen kostenpflichtig bei Recyclingunternehmen entsorgt werden. Über die Entsorgung ist ein Nachweis zu führen, sie ist jährlich bei der unteren Wasserbehörde nachzuweisen.

Laut Pressemitteilung...

...vom 15. Januar 2009 entschied das Umweltministerium in Schweden, den Gebrauch von Quecksilber generell zu verbieten. Das Verbot bedeutet, dass der Gebrauch von Amalgam in Zahnfüllungen eingestellt wird und dass quecksilberhaltige Produkte nicht mehr in Schweden vermarktet werden dürfen. Andreas Carlgren, der schwedische Umweltminister, sagte:
"Das Verbot ist ein starkes Signal für andere Länder und der Beitrag Schwedens zu den Zielen von EU und UN, Gebrauch und Emission von Quecksilber zu reduzieren."
Die neuen Regelungen traten am 1. Juni 2009 in Kraft. Norwegen und Dänemark haben die Verwendung von Amalgam ebenfalls verboten.

Im Februar 2009 einigten sich die Umweltminister der Vereinten Nationen bei ihrem Treffen in Nairobi darauf, ab spätestens 2013 weltweit kein Quecksilber mehr zu verwenden, da es ein tödliches Gift ist.

Der Beschluss soll in eine Verordnung umgesetzt werden, die 2011 in Nairobi beim Treffen des UNEP-Verwaltungsrates (UN-Umweltprogramm) beschlossen werden soll. Entscheidend war, dass die USA ihre bisherige Blockade eines Quecksilberverbotes aufgegeben hatten.

Ungeachtet dieser Entscheidung, empfehlen wir unseren Patienten sämtliche, eventuelle Risiken auszuschließen und sich amalgamfreie Füllungen einsetzen zu lassen.copyright

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Amalgamfüllung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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